Jenny Jägerfeld: Best Bro Ever

„Ich denke nämlich einfach … oft schämen sich Leute wegen Sachen, für die sie nicht mal was können“. Kluge Worte, die Nora da spricht. Nora ist die nette „Babysitterin“ des elfjährigen Måns und nicht die einzige Person, die ihm während seines verrückten Sommers in Malmö helfen wird, endlich sein zu können, was er schon ewig sein wollte: Ein Junge, kein Mädchen, er selbst eben.
Ja, eine Transgeschichte. Und nein, keine nur für „Betroffene“, Verwandte oder Freunde von Transmenschen, sondern für alle, die eine originelle, einfühlsame, verdammt witzige Freundschaftsgeschichte zu schätzen wissen! Jenny Jägerfeld hat dafür ein fantastisches Händchen – das weiß man schon seit „Mein geniales Leben“ (2022 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert). Den Freund, den „Best Bro ever“, den sie Måns an die Seite stellt, ist der unvergleichliche Mikkel mit dem ungestümen Temperament. Was mit einer peinlichen Skateboard- Panne, dem Ausruf „Pissarsch“ beginnt, mündet in eine Verbindung, die besser nicht sein könnte. Nur sollten sich „Best Bros ever“ immer die Wahrheit sagen – und das fällt Måns in Bezug auf seine Vergangenheit leider noch arg schwer. Der große Konflikt voller Enttäuschungen ist vorprogrammiert. Doch: „Was lernen wir also aus all dem hier: AALLES kann schiefgehen, aber es kann trotzdem ziemlich gut sein. Am Ende. Wenn die Leute sich nur ein bisschen zusammenreißen“ – Zitat Ende und eine hundertprozentige Herzensempfehlung, ab etwa 10 oder 11 Jahren. (FW)

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