Sara Lundberg: Der Vogel in mir fliegt, wohin er will

"Eine Geschichte, inspiriert von Berta Hanssons Gemälden, Briefen und Tagebucheinträgen", so heißt es zunächst. Sara Lundberg erzählt in vielen Bildern und sparsamen Texten. Ihre Malerei ist dabei so eindringlich, so schön und lebendig, dass Leserin ganz und gar eintaucht in das Leben dieses Mädchens, das einmal eine berühmte Malerin sein wird. Berta Hansson, 1910-1994, kommt vom Land. Armut und Krieg diktieren ein karges, hartes Leben, in das ihr unbändiger Sinn für Form und Farbe, der Drang zu beobachten und zu zeichnen einfach nicht passen. Einige wenige erkennen Bertas Talent, allen voran die Mutter, die jedoch an Tuberkulose stirbt. Wie es
Berta schafft, dem ihr vorbestimmten Leben zu entgehen, einen anderen Weg einzuschlagen und schließlich ganz zur Kunst zu finden, das hat Sara Lundberg in diesem Buch erzählt. Auch als eine Verneigung vor einer Frau, die auch ihr den Weg als Künstlerin geebnet hat.
Und eine Künstlerin ist Lindberg! Das Buch ist ein Schatz, das Nachwort von Alexandra Sundqvist bekräftigt dies nur. Es schildert die Fakten zu Hanssons Leben – und die hat Leserin doch gerade lesend, aber vor allem anschauend e-r-l-e-b-t. Unbedingt unter den Baum, gemeinsam lesen und darüber sprechen! (AB)

Zurück
Zurück

Edward van de Vendel, Ionica Smeets: Mathe fürs Leben oder: Wie lange brauche ich zu Fuß zum Mond?

Weiter
Weiter

Vincent Lemire/ Christophe Gaultier: Jerusalem